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Wittelsbacher Jagdhaus
Wartenberg e.V
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Ehemaliges Wittelsbacher Jagdhaus / Altes Schulhaus
Zur Geschichte des Hauses
1373 Die Burg auf dem Nikolaiberg ging in den Besitz des Marktes über und wurde schließlich abgerissen.
1409 Erste schriftliche Erwähnung eines Jagdhauses an der Südseite des Burghügels.
1579 / 80 Bauarbeiten am Jagdhaus
1691 Erwähnung des Hauses als ".. durchaus geeignete Unterkunft für die höchsten Herrschaften.."
Älteste Ansicht des Jagdhauses auf einem Kupferstich von Michael Wening.
1700
Einrichtung von Zimmern im Dachgeschoß
1758
Mehrere Reparaturrechnungen zeugen von Renovierungen am Haus
1749 - 1801
1801 Plan: Jagdhaus enthielt Wohnung des Überreiters, Schlafräume und Speisezimmer für den Landherren und das Gefolge, außerdem Backofen und Abort für die Jagdgesellschaft. Die Nebengebäude waren: Im Norden direkt angebaut ein Pferdestall, vermutlich im Osten ein über die Erde herausragender Weinkeller und ein Heustadl. Ein Schöpfbrunnen. Eine überdachte Stiege führte von der Westseite des Hauses in den Ort.
Abbau der Stiege und Abriss der Nebengebäude.
(oder 1809) Verkauf des Hauses an Schulmeister Johann Adam Fohlnnhals
1805
(oder 1859) Verkauf des Hauses an den Markt Wartenberg
1856
Anbau eines Schulsaals und Toilettentraktes
1888
Aufstockung des angebauten Schulsaals, Einbau eines neuen Treppenhauses, Erstellen eines neuen Dachstuhls mit Zwerchgiebel.

Plan aus dem Büro der renommierten Fa. Gebr. Rank, München

1907
1972 Ende der Nutzung als Wartenberger Schule (Von 1856 bis 1972 diente das Jagdhaus als gemeindeeigene Schule )

Nutzung als Textilfabrik

Nutzung als Künstlerhaus: Atelier und Wohnhaus. Dort wohnte und arbeitete die Bildhauerin Christiane Horn mit ihrem Ehemann Dirk auf dem Hövel (Maler, Bildhauer). Ihre Werke finden sich in zahlreichen Privathaushalten, an öffentlichen Plätzen in Wartenberg und in vielen anderen Orten national und international.

Planung zur weiteren Nutzung des Hauses
Öffentliche Nutzung als Museum und Haus der Vereine. Geplant sind Veranstaltungsräume, Museumsräume zur Geschichte Wartenbergs, der Wittelsbacher und Bayerns sowie Raum für wechselnde Sonderausstellungen etc.
Geplant sind auch zwei bis drei Wohnungen im Dachgeschoss.
Bedeutende Gäste im Jagdhaus (kleine Auswahl)
1533 Aufenthalt Herzog Ludwig X. von Landshut
1545 Wilhelm IV.
um 1600 Maximilian I. zur Wildschweinjagd
1607 Hoflager vom 6. bis 30. Mai
Kurfürst Ferdinand Maria und Max Emanuel: nachgewiesen in den Jahren 1661, 1663, 1668, 1670, 1671, 1681, 1682, 1699, 1721, 1722, 1725
1662 Jagdgesellschaft mit 121 Personen und mit 161 Pferden
1757 Kurfürstliche Rebhuhnjagd
um 1780 Prinz von Birkenfeld
Anmerkung: Gustav Weltrich, Altbürgermeister, Ehrenbürger und Vereins-mitglied, publiziert derzeit das Buch "Der Aufrechte Löwe", in dem auch einige Kapitel von den ehrwürdigen bedeutenden Gästen im Jagdhaus und damit im Ort Wartenberg berichten.

Weitere Literatur zum Haus (kleine Auswahl):

J.B. Prechtl: Kurze Chronik des Marktes Wartenberg in Oberbayern, München 1878 (Faksimile Wartenberg 1979)

Festschrift: Wartenberg und die Wittelsbacher, Wartenberg 1980 (erhältlich in der Mediothek Wartenberg)

www.wittelsbacher-jagdhaus-wartenberg.de